Mittwoch, 26. November 2008
OBERSTÜBCHENSALON ideen denken multiplizieren <a href="http://www.dievisionen.wordpress.com">www.dievisionen.wordpress.com</a> (Wir haben keine Ahnung) KOLLISIONEN & KULISSEN die ölgemälde eines nichts<a href="http://www.konfusius.wordpress.com">www.konfusius.wordpress.com</a> (Das hätte man sich ja denken können)
Konfusius, der alte Kettenraucher, rät: Wenn Dich die große Waschmaschine schluckt, dann schließe beim Einseifen Augen und Mund, im Schleudergang halte die Augen auf den Horizont gerichtet (hilft auch bei Reisekrankheit) und wenn Du Dich dann aus der Trommel nimmst, laß Dich solange hängen, bis Du Dich wieder tragen kannst.
Donnerstag, 9. Oktober 2008
wenn man sich fühlt wie ein goldfisch. in einer plastiktüte voller Wasser, in der, durch den zusammenstoß mit einem seeigel (der auch nicht da war, wo er sich wohlfühlt), ganz viele löcher sind, sodass das Wasser unwiderruflich der Schwerkraft folgt. und den goldfisch allein läßt. wenn dann jemand kommt, und ohne viel aufsehen darum zu machen oder vielleicht sogar, ohne selbst wirklich zu wissen, was er da eigentlich gerade tut, wenn also jemand vorbeikommt und die Löcher verstopft, zuklebt oder sonstwie versiegelt, ohne auch, dass der Goldfisch verstehen würde, was da passiert. So steigen doch mit einem Mal die Chancen des Goldfischs beträchtlich, das Meer noch zu erreichen. Was für ein Glück...
Donnerstag, 28. August 2008
Seit zehn Stunden stromer ich durch die Strassen dieser treppenreichen Stadt. Nachdem ich das kleinste Hotelzimmer der Welt ergattert habe (ca. 3 QM) lauf ich hoch und runter und wieder hoch, verliere ab und an den Ueberblick und finde mich dann aber doch wieder, sobald ich einen freien Blick auf das Meer erhasche. die ganze Stadt ist mit den Huegeln verschmolzen. Ich frage mich, ob deswegen alle Haeuser gekachelt sind wie Badezimmer, um sie vom Fels zu unterscheiden. Oder ob man sich fuehlen soll wie in einem riesigen Schwimmbad und ich schaue mich um und suche, ob ich eine riesige Rutsche entdecke, mit der ich von oben direkt ins Wasser flutschen kann. aber nein. dennoch sollte man das einmal vorschlagen. irgendjemand sollte es vorschlagen. Lissabon.
Dienstag, 19. August 2008
Shit yeah, das sind also Ferien !! Ein kleiner Gruss, ein Lebenszeichen. Bin in Granada, bis hierhin getrampt, das Interrailticket ist unberuehrt in meiner Tasche. Unglaubliches erlebt. Khalid weiterhin an meiner Seite. Viel gelacht. oh, ja! viel gelacht!... 37 Grad. ellen
Dienstag, 22. Juli 2008
Sehr amüsante Zufälle begleiten den "rekorde" eintrag. Da lese ich doch, drei Tage nachdem ich in diesem rahmen den in meinen augen völlig abstrusen vorschlag unterbreitete, man könne doch auf den mount everest joggen, in der "zeit", daß es tatsächlich leute gibt, die auf berggipfel joggen. das war doch nur witz. nein, sie joggen wirklich bei schnee und regen und temperaturen unter null in radlerhose und tshirt auf die zugspitze. Liebe Menschheit, Du hast wirklich eine absolute Vollmeise!
Mittwoch, 16. Juli 2008
ich hatte früher ein Guinness Buch der Rekorde (Jahrgang 1982 PiMalDaumen). ich diesem habe ich mit großer Faszination gelesen. Mit der gleichen Faszination übrigens mit der ich auch Quelle Kataloge studierte. Ich saß in meinem Zimmer, diese beiden (veralteten) Schinken vor mir aufgeschlagen, ich war ca. zehn, und kreuzte alles an, was ich haben wollte, bzw. welche Rekorde ich brechen würde. Ich erinnere mich, dass ich wie besessen war von der Vorstellung, all das zu besitzen. Ich wollte zehn Uhren. Das war in der Casio Glanzzeit, als sie diese Uhren rausbrachten mit Taschenrechner. und ich wollte eine mit Taschenrechner und eine ohne, eine mit dicken Armband und eine mit dünnen, eine mit digitalanzeige und eine mit Zeigern.
Interessanterweise habe ich damals wie heute gar keine Uhren getragen. Sie stören mich am Handgelenk und ich finde es lästig, dass ich unnötigerweise ständig draufglotze und somit immer weiß, wieviel Uhr es ist. Auf von mir nicht näher untersuchter weise fühle ich mich dadurch kontrolliert. Oder as wolle ich den Tag kontrollieren, ob er auch seine Stunden pünktlich erfüllt.
Aber Fakt ist, dass ich mir die uhren ankreuzte nur für den Fall, dass ich mal eine tragen wollen würde. und das ich dann gegebenenfalls die richtige uhr für den richtigen Moment parat hätte. Immer mit der unterdrückten Gewissheit, niemals auch nur eine dieser Uhren wirklich zu besitzen.
Ähnlich erging es mir mit dem Guinness Buch. Ich weiß noch, das es fundamental groß war und das für mich unglaublich bedeutsam vorne dicke fette GOLDENE Buchstaben eingeprägt waren, die mich ungeheuer beeindruckten. Darin war alles verzeichnet, was menschen bis dato schon alles so erreicht hatten. Von unwichtigeren Sachen wie den größten Pfannkuchen gebacken oder die meisten Würstchen in der kürzesten Zeit verschlungen (ein Rekord, den damals ein Hawaiern hielt, den ich tatsächlich ob seiner Glanzleistung beneidete. entweder das, oder weil so viele Würstchen essen durfte), der größte Mensch und der kleinste Mensch (was ich damal etwas unfair fand, weil dass ja nunmal keine eigene Leistung ist), bis zu Eckdaten der menschheitsgeschichte wie die erste Mondlandung oder die erste Weltumrundung mit einem Paddelboot.
Und woran ich mich auch dabei erinnere ist, dass ich mir schon damals dachte: Wozu eigentlich? Was ist so geil daran, in einem Buch zu stehen, weil man am allerlängsten auf einem Holzpfahl gesessen hat? Natürlich wollte ich auch in diesem Buch stehen. Ich wollte ja auch zehn Uhren obwohl ich gar keine Uhren trug.
---Wo ich gerade dabei bin, will ich kurz erzählen, dass ich letztens ein Buch empfohlen und verschlungen habe, welches dokumentarisch von der ersten Einhand- Nonstop-Segelregatta um die Welt handelt. Super Geschichte, noch dazu wahr, wen's interessiert, "das Golden Globe Race 1969", das Buch heißt "Allein auf hoher See", echt großes Kino---
Worauf ich hinaus will: Ich kann mir zwar ausdenken, dass es ein wahrhafter Rekord wäre auf den Mount Everest zu joggen, nur jogge ich noch nicht mal um den Aasee, höchstens mal zum Bus, da weiß ich wenigstens warum ich es tu.
Dienstag, 15. Juli 2008
ENDLICH weiß ich, was es noch zu tun gibt auf dieser welt: Jemand sollte endlich zum Gipfel des Mount Everest joggen! alles andere ist pillepalle.
Montag, 14. Juli 2008
Am Samstag hatte ich das große Glück, mir Persepolis anzugucken. Ich kannte das Comic, aber der Film ist noch irgedwie anders und was mir beim Buch nicht so eindeutig aufging, hat dann beim Film doppelt gefunzt. Es geht um Integrität. Das mag jetzt blöd klingen, für diejenigen die den Film kennen, weil sie sich sagen werden: Ja, natürlich, worum denn sonst, die Geschichte des Iran und Integrität sind wohl die Hauptmessages der Frau Sarpati. Ja,ja ich weiß, ist richtig, hätte ich auch früher drauf kommen können. aber beim Buch war ich so überwältigtvon dem Mut der Frau, dass ich den Zusammenhang nicht recht hergestellt habe. Aber jetzt ist auch bei mir der Groschen gefallen. Heureka. Und vielleicht ist es genau deshalb, weil Integrität, dass ist mir da so aufgegangen, wahrscheinlich DAS Wort ist, was ich die ganze zeit gesucht habe. In dieser Thunfisch/Delphin Geschichte zum Beispiel. Ja, eigentlich ging es um Integrität. Oder geht es. Eigentlich geht es mir um Integrität. Und darum wie schwer es ist, sich selbst treu zu sein. Und das es vielleicht das wertvollste Gut ist.
Dienstag, 24. Juni 2008
"Zigeuner" ist ein Wort, welches heutzutage mehr oder oder minder einen ähnlichen Stellenwert hat wie "Neger", es ist also alles andere als p.c. Aber so wie viele Farbige sich selbst mit dem Wort "Nigger" betiteln, habe ich mir sagen lassen, dass es auch ziemlich viele der ja eh nur noch spärlich vorkommenen Sinti und Roma bevorzugen, sich selbst weniger umständlich "Zigeuner" zu nennen. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass in diesen ganzen political correctness verdrehungen vorallem eins durchscheint, und das ist weniger der Respekt vor der mit Samthandschuhen angepackten Kultur, als viel mehr ein reuiges und räudiges Unwohlsein an der Dreck beschmutzten Vergangenheit der eigenen Kultur. Nun, wie es auch immer sein mag, für mich ist der Begriff Zigeuner konnotiert mit einer ganzen Menge von Attributen, die für mich den Klang der weiten Welt beinhalten: Abenteuer, Zirkus, Reisen, Heimatlosigkeit nur im Begriffsverständnis des in seinem Wohnhaus festgenagelten Otto-Normal-Verbrauchers, vielmehr aber eine Heimat auf Rädern, irgendwie auch die wahrhaften Europäer sind diese "Zigeuener", vielleicht die einzigen. Na klar, bei mir schwingt ein großer Schwung romantische Verklärung mit rein, geprägt auch von Kusturica und Bregovic. Und von einem Buch, die Biografie eines Jungens der mit vierzehn von zu Hause ausriss, um sich einem Sinti und Roma Clan anzuschliessen und 15 Jahre mit ihnen durch Europa reiste. Tolles Buch. Vielelicht auch, um noch ein anderes Buch zu nennen, die Zigeuner in "hundert Jahre Einsamkeit" von García Márquez, die wieder und wieder in dieses verschlafene Dorf kommen und den Fortschritt mit sich führen. Warum erzähle ich das alles? nun, weil ich mich den Zigeunern immer verwand fühlte. Das hat viel mit meiner Sozialisation zu tun, der inneren und äußeren. Auf der toillette meiner vorvorvorletzten WG hing ein Spruch neben dem Klo, den ich seither als einen meiner vielen Mottos mit mir führe: "Nomade war ich schon als Kind, Nomade werde ich mein Leben lang bleiben. Verliebt in unbekannte Weiten und ferne Horizonte" So, und nächsten Monat breche ich also meine Zelte ab und reise weiter. Und das ist zwar ein bißchen wie sterben, aber das schöne ist ja, dass ein Zigeuner nicht stirbt, er geht nur fort, zieht weiter zu fremden Horizonten. Ich glaube, genau aus diesem Grund sind "die Zigeuner", zumindest die romantisch verklärten, berühmt für ihre Feste und gerade und auch, für ihre Beerdigungsfeste. Und so will ich feiern. Eine Woche lang. Rabautz. Mein kleiner Tod soll ein Fest sein, der den Weg bereitet für das, was danach kommt, und der das in Würde verabschiedet, was viereinhalb Jahre meine Heimat war. Ich möchte, dass die Leute, und allen voran ich selbst, noch in ein paar Jahren sagen: "Weißt Du noch, dieses total verrückte Fest, weißt Du noch wie das war, als der PP beerdigt wurde..." Ein letztes Sandkorn einflössen, das dann im Innern, in der Erinnerung, zu einer Perle reifen kann. Im Herzen entstehen die Perlen, die auch noch Jahre später funkeln, unbezahlbar. So will ich feiern. Mit euch, mit allem, was schön ist. Eine Woche lang. Vom 19.-26.7.2008 Feier mit! Feiern, um danach in meinen Wohnwagen zu steigen, und gewärmt von all den Eindrücken, einem Nachhall des Lachens im Zwerchfell weiter zu reisen. Auf zu neuen Horizonten!
Dienstag, 3. Juni 2008
...ist, mittags an der Mensa am Aasee, pünktlich zum Hochbetrieb, richtig in die Pedalen treten, Rosa-Polo-hemd-träger und trägerinnen vom Fahrradweg jagen. Sie hüpfen ganz köstlich.
Freitag, 23. Mai 2008
Heute habe ich merkwürdige Post bekommen. Einen handbeschrifteten Brief an mich, oldschool Handschrift (wie meine Oma), als Adresse ist die PP Anschrift, aber mit meinem namen angegeben, mit dem Zusatz Hoppendamm 2, Nähe Scharnhorststrasse, Münster in Westphalen (genauso geschrieben. Hinten drauf steht: Liebe Grüsse, Illaus und Evelyn Ich kenne weder einen Illaus, noch eine Evelyn. das macht neugierig. ich öffne also gespannt den Brief. Was könnte drin sein? Isses Fanpost, isses eine einladung? Was isses? Es ist: Eine Leseprobe von Ken Folletts Fortsetzung von "Die Säulen der Erde", nämlich "Die Tore der Welt" Was, lieber Illaus, liebe Evelyn, wollt ihr mir damit sagen? Seid ihr Angestellte des LübbeVerlags und wollt mir mit dieser persönlich aufbereiteten Werbung, dass Buch schmackhaft machen? Heutzutage werden ja die verwunderlichsten Formen der Werbestrategien angewandt. Wieviele Anrufe ich bekomme im Laden, die mir alles mögliche Verticken wollen, ist schon eine Qual. Das geht von richtig schlechtes Gewissen machen, weil man für einen guten Zweck wie einer Anzeige in einem Antidrogenmagazin(das es gar nicht gibt) keine fünfzig Euro locker machen will, bis zu einer computersierten ansage, ich hätte eine Nachricht auf dem neuen Nachbarschaftsportal im Netz und wenn man drauf geht, um die zu lesen, muss man sich erst anmelden, für 24 Monate Mitglied werden für 14, 95 im Monat, um dann zu lesen, dass die Nachricht genau von diesem Nachbarschaftsportal stammt, die einem schreiben: Schön, dass man sich für's Nachbarschaftsportal interessiert. Willkommen! Arschloch! also, illaus und evelyn, jetzt mal raus mit der Sprache: Sind die Verkaufszahlen so schlecht? Oder was wollt ihr mir sagen? Ich soll dieses Buch lesen? Warum? Reichen nicht einmal im Leben tausend Seiten Ken Follett? Ich gebe zu, ich habe die "Säulen der Erde" gelesen. und es war lang. OOH JAAAAAA. alles, was mir davon in erinnerung geblieben ist, ist eine Kathedrale und echte Dramatik, die auf tausend Seiten twistete und turnte, das man irgendwann dachte: So. Jetzt bau das scheiß teil fertig, dann hab ich meine ruhe. Denn leider habe ich diesen Fimmel, dass ich nur sehr selten bücher wirklich nicht zu ende lesen kann, denn ich will wissen, was passiert, auch wenn ich im grunde schon mit den Fingern ob meiner ungeduld Kerben in den Tisch geklopft habe.nicht weil es so spannend ist, sondern weil 's nochmal U-turned und Zeitspringt und perspektivwechselt, bevor der superXXLPlot endlich seinem langgeahnten Ende zu steuern darf. Hollywood Creative Writing Langweile nenne ich das. Es ist so spannend, dass man ins Protestgähnen verfällt. Und, liebe Evelyn, lieber Illaus, wollt ihr mir das wirklich nochmals antun?
Mittwoch, 7. Mai 2008
Konfusius, der weise Gelbe warnt: während der Mensch an seinen Aufgaben wächst, schrumpft das Konto mit dessen Ausgaben
Sonntag, 4. Mai 2008
Gestern wurde mir etwas lustiges zugetragen. Ein lieber Gast, seines Zeichens aufgeklärtes JungeUnion Mitglied (ja, so etwas gibt es), erzählte mir das ein entfernter Bekannter ihn fragte, ob er nicht auch immer in diesem subversiven linken Zeckenschuppen abhängen würde. Er hat es sicherlich nicht so gemeint, aber ich empfand es als Kompliment. Aus diesem Munde...subversiver linker Zeckenschuppen... Dass muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Endlich mal ein Schmähwort, mit dem man arbeiten kann. Was haben wir gelacht!
Dienstag, 22. April 2008
kennt ihr die sehnsucht, aufzugeben? arme und beine von sich zu strecken, keinen finger mehr zu rühren und es geschehen lassen? kennt ihr die sehnsucht, sich hinzugeben? meines deinem entgegen zu strecken, mich verlieren und verlieben und es geschehen lassen?
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